Unzufrieden im Beruf
Nicht jeder Mensch steht morgens auf und freut sich auf seinen Arbeitstag. Manche Menschen sind einfach unzufrieden mit ihrem Job, können es sich aber aus verständlichen Gründen nicht erlauben, einfach zu kündigen. Ob man etwas unternehmen kann, liegt daran, wie man sich traut, eine Veränderung in Kauf zu nehmen, etwas Neues zu wagen. Die Unzufriedenheit kommt aus mehreren Gründen zustande. Hat man in seinem eigentlich erlernten Job eine Kündigung bekommen, weil der Betrieb geschlossen wurde, muss man sich, vor allem, wenn man eine Familie zu ernähren hat, manchmal mit einer anderen, schnell gefundenen Stelle, zufrieden geben. Auch wenn man hier nur Hilfsarbeiten erledigt, oder an einem Fließband stehen muss, kann man so wenigstens für ein geregeltes Einkommen sorgen.
Dass man unzufrieden ist, wenn man einen gut bezahlten, erlernten Traumberuf nicht ausüben kann, ist verständlich. Nicht jeder schafft es, sich zufrieden zu geben und einfach guter Dinge zu sein. Auch, wenn man sich in jungen Jahren für einen Beruf entschieden hat, kann es sein, dass sich dieser Entschluss einmal als Fehler herausstellt. Dann sitzt man gefangen in seinem Job da und träumt davon, etwas anderes zu tun. Man landet zum Beispiel als Fotolaborant oftmals in der Lohnarbeit, dabei hätte man viel lieber sein eigenes Geschäft, in welchem man sich verwirklichen könnte. Wenn man die finanziellen Mittel nicht hat, sich selbständig zu machen, muss man diesen Traum begraben, und weiter als Angestellter für ein Unternehmen arbeiten.
Eine Umschulung ist eine andere Möglichkeit, aus einem Beruf herauszukommen, in dem man keine Freude hat. Man kann sich jederzeit beim Arbeitsamt erkundigen, ob es Möglichkeiten gibt, und auch auf eigene Faust eine neue Ausbildung zu beginnen ist möglich, wenn man keine finanziellen Verpflichtungen hat, und auf das volle Gehalt zugunsten des Lehrlingsgehaltes verzichten kann. Nicht immer bekommt man Hilfe von der Behörde; dann muss man entscheiden, ob man selbst angreift, oder einfach erträgt, nicht wirklich glücklich zu sein.
Auch die Kollegen können ein Grund sein, warum man sich an seinem Arbeitsplatz unwohl fühlt. Auch, wenn man den Beruf ergriffen hat, der eigentlich einmal der Traumjob war, kann es sein, dass einem neidische und böse Kollegen jeden Arbeitstag vermiesen. Stellt man fest, dass auch Aussprachen und andere Versuche, die Probleme zu lösen, nicht weiterhelfen, sollte man sich nach einer neuen Stelle umsehen. Der Wechsel in einer andere Firma kann einen Karriereknick zur Folge haben, aber lieber beginnt man von vorne, sich einen guten Namen zu erarbeiten, als dass man jeden Tag mit Magenschmerzen an seinen Arbeitsplatz geht.
